Als Großstadt durfte sich Aachen das erste Mal im Jahr 1890 bezeichnen. In diesem Jahr wurde erstmalig die Einwohnerzahl von 100.000 überschritten. Heute kann die westlichste Großstadt Deutschlands darüber nur müde lächeln, denn mit mehr als 250.000 Einwohnern gehört Aachen längst zu den größten Städten Nordrhein-Westfalens. Großereignisse wie das internationale Pferdesportturnier CHIO oder die Verleihung des ebenfalls internationalen Karlspreises tragen dazu bei, dass Aachen auch über die deutschen Grenzen hinaus vielen Menschen ein Begriff ist.

Jeder Sachverständige oder Gutachter wird Aachen jedoch wegen einer anderen Auffälligkeit lieben. Da die Geschichte der Stadt bis in die Jungsteinzeit zurückreicht, findet man dort viel kulturelles Erbe und eine faszinierende Architektur. Die Immobilienbewertung und das Erstellen von Immobiliengutachten ist also in Aachen eine ganz besondere Herausforderung. Wer als Fachmann in Aachen nicht gern Gutachten erstellt, der wird das nirgends können.

Bekannt ist Aachen ganz besonders für den Aachener Dom, der das Wahrzeichen der Stadt ist. Sowohl der Dom als auch der Domschatz wurden im Jahr 1978 auch von der UNESCO entdeckt und in die Welterbeliste aufgenommen. Doch es sind nicht nur historische Werte, die Aachen zu bieten hat. Die RWTH, die Technische Universität der Stadt, gehört zu den traditionsreichen Hochschulen Europas. Passend zum internationalen Flair Aachens stellt sich auch die Sprachenvielfalt dar. In Aachen wird Öcher Platt gesprochen, altgermanisch, französisch, spanisch, limburgisch, niederländisch, ja sogar altgriechisch ist zu hören.

Auch das kulturelle Angebot und die Freizeitmöglichkeiten in Aachen sind zahlreich. Neben Museen, Theater und Musikhäusern kann man in der Stadt ausgezeichnet essen. Die Printe, ein raffiniert gewürztes Lebkuchengebäck ist ebenso beliebt wie der Aachener Sauerbraten und natürlich das eigens gebraute Bier, das dem Kölsch zwar ähnelt, aber eben doch einzigartig und anders ist. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen in Aachen zählt neben dem Antikriegstag und der Aachener Kirmes auch der Karneval. Dieses Großereignis wird mit einem Kinderzug am Karnevalssonntag, einem Rosenmontagszug und nicht zuletzt mit dem „Treiben der Damen“ am Fettdonnerstag gebührend gewürdigt. Es ist wohl die Mischung aus Ernsthaftigkeit und die Lust am Feiern, die die Aachener auszeichnet. Im Jahr 2000 erhielt Bill Clinton den Karlspreis. Und um die Karnevalszeit herum wird der „Orden wider den tierischen Ernst“ verliehen. Für manch einen Politiker, der sich durch „Humor im Amt“ aufgezeichnet hat, ist dieser Orden höchst bedeutsam. Schließlich ist er ein Beleg dafür, dass auch Politiker hin und wieder etwas zu lachen haben. Zumindest in Aachen.